Autor: Heike Bohnes

5 Tipps, worauf Sie bei der Auwahl eines Pflegeheimes wirklich achten sollten

Es gibt jede Menge Listen, in denen Sie erfahren, worauf Sie bei der Auswahl eines Pflegeheimes achten sollten, wie etwa von der AOK. Manche Kriterien dieser Listen erfüllt m. E. gar kein Heim, oder es erfüllt sie nur auf dem Papier. Denn Papier ist ja bekanntermaßen geduldig…

Ich rate meinen Kunden bei der Auswahl eines Heimes vor allem auf die nachfolgenden Dinge zu achten:

  1. Unangemeldeter Besuch
    Besuchen Sie die Einrichtung, die Sie interessiert ruhig unangemeldet. Bei vielen Einrichtungen werden Sie gar nicht gefragt, wo Sie hinwollen, wenn Sie sie einfach selbstbewusst betreten.
    Werden Sie doch angesprochen, sagen Sie ruhig, dass Sie sich die Einrichtung bewusst unangemeldet anschauen möchten.
  2. Beobachten und spüren Sie
    Schauen Sie sich genau an, was auf den Wohnbereichen bzw. in den für Sie zugänglichen Bereichen so passiert. Machen die Bewohnerinnen und Bewohner einen zufriedenen und angeregten Eindruck? Scheint es so, als würden die Bewohnerinnen und Bewohner dasitzen und warten?
    Spüren Sie nach, ob Sie die Atmosphäre als angenehem oder eher bedrückend  empfinden.
  3. Sprechen Sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern
    Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sprechen Sie einen Bewohner an. Fragen Sie ihn am Ende Ihres Gespräches, ob er mit seinem heutigen Wissen wieder in diese Einrichtung einziehen würde.
  4. Schauen Sie, was die Pflegekräfte machen
    Nicht selten verschwinden Pflegekräfte genau in dem Moment aus der persönlichen Sichtweite, wenn man einen Flur betritt. Und dann ist es schwierig, jemanden anzutreffen, der einem weiterhilft.
    Oder Pflegekräfte scheinen einen geflissentlich zu ignorieren und gehen wortlos an einem vorbei….
    Achten Sie also darauf, wie die Pflegekräfte auf Ihre Anwesenheit reagieren. Sind sie aufmerksam oder eher gleichgültig oder sogar darauf bedacht, von Ihnen nicht entdeckt und angesprochen zu werden?
  5. Fragen Sie sich, ob Sie mit Ihrem Ansprechpartner gut reden können
    Wenn Sie einen Termin vereinbaren, dann achten Sie auch darauf, wie Sie innerlich auf Ihre Ansprechpartnerin bzw. Ihren Ansprechpartner reagieren. Spüren Sie Sympathie oder ist es eher so, dass Sie das Gespräch gerne abkürzen würden?
    Geht die Person auf Ihre Anliegen ein, oder übergeht sie sie mit Plattitüden?
    Können Sie sich vorstellen, sich bei dieser Person ernsthaft zu beschweren und auch ernst genommen zu werden?

Sie sehen, bei der Auswahl eines Pflegeheimes darf man sich nicht allein auf „harte Fakten“ verlassen. Auch Ihr Gefühl gibt Ihnen wichtige Informationen. Und immer dann, wenn alle „harten Fakten“ zu stimmen scheinen, Sie aber ansonsten einen Fluchtreflex unterdrücken müssen, dann ist es nicht die richtige Einrichtung für Sie oder Ihren Angehörigen.
Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung, denn die ist nicht ganz so geduldig, wie all das glänzende Papier. 😉

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Tu Dir was Gutes: Zeit für mich

Auch wenn Du einen Angehörigen pflegst, hast Du ein Recht auf Dein eigenes Leben.
Nimm Dir deshalb jeden Tag zehn Minuten Zeit nur für Dich selbst.

In diesen zehn Minuten gibt es nichts, was Du tun musst. Kümmere Dich nur um Dich und Deine Bedürfnisse. Und wenn Du nur einfach so dasitzen und nichts tun möchtest, dann tu genau das!

Tipp: Damit Du Dich wirklich entspannen kannst, kauf Dir z. B. eine Sanduhr, die Du für Deine „nur-für-Dich-Auszeit“ einfach umdrehst. So eine Sanduhr erhälst Du bspw. hier: Klick!

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Buch-Tipp: Altern.Sterben.Tod

Heute möchte ich Sie auf eine Rezension zu dem Buch „Altern.Sterben.Tod“ hinweisen.
Wenn Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, ist dieses Buch beinahe Pflichtlektüre.
Der Autor geht die oben genannten Themen auf eine ganz besondere Weise an. Der wissenschaftliche Hintergrund des  Autors führt zu fundiertem Wissen, ohne dass der Sprachstil unverständlich oder gar hochtrabend wäre.

Nach der Lektüre des Buches betrachtet man manche Dinge ganz anders, beinahe gelassener.

Lesen Sie die Rezension zu diesem Buch auf dem Rezensionsportal: Fachbuchrezension

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Tu dir was Gutes: Eigenlob stinkt nicht!

Freue Dich über Deine Leistungen, denn Eigenlob ist wichtig. Viele pflegende Angehörige leben in der Situation, dass sie niemand lobt, wenn sie es nicht selber tun. Und es ist ganz einfach!

Gönne Dir einmal pro Tag ein Eigenlob

Mache dir einmal pro Tag bewusst, was Du gut gemacht hast. Das kann z. B. sein, wenn Du es geschafft hast, einem anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder jemandem spontan behilflich warst. Sollte Dir einmal nichts einfallen, frage eine Freundin, Deinen Sohn, Deine Tochter, Deinen Partner oder Deinen Nachbarn, was Du heute gut gemacht hast.

Tipp: Im Moment ist es sogar ein regelrechter Trend, darüber Tagebuch zu führen, was einem gut gelungen ist. Also trau Dich!

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Praxis-Tipp: Hilfreiche Rechner

Wenn es bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit um finanzielle Dinge geht, ist es gar nicht so einfach, den Durchblick zu behalten.
Hilfe und Orientierung bieten Rechner, die eine erste Orientierung geben.

Nachfolgend verlinke ich die meines Erachtens wichtigsten Rechner im Zusammenhang mit Krankheit und Pflege:

  1. Berechnung des potenziellen Pflegegrades: Pflegegradrechner
    .
  2. Berechnung des Pflegegeldes bei Kombinationspflege: Pflegegeldrechner
    .
  3. Berechnung des Höchstbetrages beim Eigenanteil der Krankenkasse: Zuzahlungsrechner
    .
  4. Berechnung der Grundsicherung im Alter: Grundsicherungsrechner
    .
  5. Berechnung des Elternunterhaltes: Elternunterhaltsrechner
    .
  6. Berechnung des Hartz-4-Bedarfs: Hartz-4-Rechner
    .
  7. Berechnung des Schonvermögens bei Sozialleistungen: Schonvermögensrechner
    .

Hinweis: Diese Rechner geben eine Orientierung und keine rechtsverbimdliche  Auskunft. Allerdings kann es hilfreiche sein, sich vor einer Antragstellung schon einmal unabhängig anhand eines solchen Rechners zu orientieren.

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Tu Dir was Gutes: Negative Gedanken stoppen

Deine innere Einstellung kann so viel bewirken!
Je belasteter Du bist, desto negativer wird Dein Denken. Doch Du kannst Deine Gedanken gezielt beeinflussen. Positive Gedanken helfen Dir, Dich sogar in schwierigen Situationen besser zu fühlen.

So lernst Du positiv zu denken

Versuche Dich von negativen Gedanken, die Dich gefühlsmäßig herunterziehen, zu lösen. Viele Dinge lassen sich auch von einer positiven Seite aus betrachten.

Überlege, ob Du möglicherweise Gedanken hast, die stets mit einem schlechten Gefühl zusammenhängen. Schreibe sie einmal auf und versuche dann, positive Formulierungen für diese Gedanken zu finden. Ich gebe Dir in der Übersicht ein paar Beispiele dazu.

NegativPositiv
Eigentlich habe ich mal wieder nichts geschafft. Es gibt noch so viele Dinge, die ich erledigen muss.Heute habe ich einiges geleistet. Morgen werde ich ganz bequem den Rest erledigen.
Wenn ich das jetzt nicht schaffe, dann läuft morgen auch wieder alles schlecht.Selbst wenn ich heute nicht alles geschafft habe, habe ich genug erledigt, dass morgen alles gut läuft.
Morgen muss ich aber dringend noch den Brief an die Pflegeversicherung schreiben. Das schiebe ich schon seit Wochen vor mich her.Morgen werde den Brief an die Pflegeversicherung schreiben. Ich weiß jetzt, wie ich ihn formuliere und die Frist ist auch noch nicht verstrichen.
Nichts klappt, alles ist zu viel.Es klappt zwar nicht alles, aber im Grunde kriege ich richtig viel geregelt.
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So unterscheiden sich Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

In der Pflegeberatung stelle ich immer wieder fest, dass der Unterschied zwischen Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege sowohl für die pflegenden Angehörigen, wie auch die Pflegebedürftigen selbst, sehr verwirrend sein kann. Deshalb habe ich die beiden Leistungen einmal in einer Übersicht gegenüber gestellt. Ich hoffe, dass diese Übersicht die Unterschiede der Leistungen verdeutlicht.

Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege

kann ambulant und vollstationär erbracht werden.kann nur vollstationär (in einem Pflegeheim oder ähnlicher Einrichtung, unter bestimmten Voraussetzungen auch in einer Rehabilitationseinrichtung) erbracht werden.
können private und / oder erwerbsmäßig tätige Pflegekräfte erbringen und abrechnen.kann nur in einer Einrichtung mit einem entsprechenden Versorgungsvertrag erbracht werden.
kann auch „nachträglich“ beantragt werden.muss im Voraus beantragt werden.
kann mit 50 % des Leistungssatzes der Kurzzeitpflege (806 €) erweitert werden.kann durch Nutzung von 100 % des Leistungsbetrages der Verhinderungspflege (1.612 €) ergänzt werden.
Anspruchsvoraussetzung: Es muss mindestens Pflegegrad 2 vorliegen und die Pflegeperson muss den Versicherten seit mindestens 6 Monaten pflegen.Anspruchsvoraussetzung: es muss mindestens Pflegegrad 2 vorliegen.
kann stundenweise in Anspruch genommen werden.muss tageweise beansprucht werden.
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Tu dir was Gutes: Zeig her Deine Füße

Unsere Füße sind in unserem Leben so wichtig und doch werden sie häufig vernachlässigt. Mit dieser Übung sollst Du Deine Füße spüren.

Bewege Deine Füße in alle Richtungen. Ziehe die Zehen hoch und strecke sie wieder. Jetzt winke zuerst mit Deinen Zehen und dann mit Deinem ganzen Fuß.
Du kannst diese Übung mit beiden Füßen gleichzeitig, oder achtsamer erst mit dem linken und dann mit dem rechten Fuß machen.
Schüttele Deine Füße nach der Übung aus.

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Nachteilsausgleich bei Schwerbehinderung

Bevor Sie einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung beim Versorgungsamt stellen, fragen Sie sich, was Sie eigentlich davon haben.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, besorgen Sie sich am besten eine entsprechende Broschüre eines Sozialverbandes oder einer Behörde.
So ist sichergstellt, dass die Informationen, die Sie erhalten, auch wirklich richtig sind.
Der Sozialverband Deutschland hat eine gut verständliche Broschüre herausgegeben, in der alle Nachteilsausgleiche, die man durch eine anerkannte Schwerbehinderung und / oder die Merkzeichen im Rahmen der Schwerbehinderung erhält.

Tipp: Die Broschüre könen Sie hier herunterladen: Nachteilsausgleich bei Schwerbehinderung

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Tu dir was Gutes: Entspannung durch die Zunge

Wahrscheinlich hälst Du mich für verrückt, wenn ich Dir empfehle, durch eine Zungenübung zu entspannen – und damit meine ich weder schmecken, noch lecken oder essen. 😉

Ich möchte, dass Du Deine Zunge streckst, als wäre sie endlos lang. Strecke sie so weit es geht heraus, als wolltest Du am anderen Ende des Tisches etwas aufschlecken. Und spüre Deiner Zunge nach.
Spüre auch der Entspannung nach, wenn Du sie wieder in den Mund hereinholst.
Wichtig ist, dass Du Dich während der Übung nur auf Deine Zunge konzentrierst.

Tipp: Um Missverständnisse zu vermeiden, solltest Du diese Übung machen, wenn Du alleine bist.

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